Das Heimatmuseum enthält Kunst aus den verschiedenen Epochen vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert. In der mittelalterlichen Abteilung sind romanische Skulpturen wie die Jungfrau aus der Abtei von Fontcaude oder Kapitelle des Kreuzgangs von St. Guilhem-le-Desert. ausgestellt. Die gotische Sammlung in der ersten Etage im Raum St-Jean umfasst Geschirr aus Holz und Keramiken sowie ein bleiernes Taufbecken. Kunst aus dem 17.Jahrhundert ist mit flämischen Tapisserien und Möbeln aus Languedoc vertreten. In den Rocaille - Vitrinen befinden sich Keramiken aus Montpellier aus dem 16 - 18. Jht. In der zweiten Etage liegen griechische, ägyptische und gallo-römische Gefäße und Skulpturen.
Francois-Xavier Fabre hat dieses Museum 1825 gegründet, als er über drei Ecken die Kunstwerke von Vittiorio Alfieri geerbt hatte. Die Sammlung wurde im Laufe der Zeit durch flämische Werke und europäische Keramiken und französische Gemälde erweitert. Insgesamt werden hier 800 Werke, 3500 Bilder und 900 Gravuren ausgestellt.
Das Museum wurde nach Xavier Atger benannt, der seine Sammlungen und Zeichnungen der medizinischen Fakultät übergab. Darunter sind Werke französischer Künstler aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Die Sammlung umfasst medizinische Werke zu Pathologie und Anatomie. Die Ausstellung hat mittwochs von 14:30 - 17:00 Uhr geöffnet.
Die älteste medizinische Fakultät Spaniens liegt in dem ehemaligen Benediktinerkloster. Vor dem Eingang stehen zwei Bronzestatuen von den Ärzten Barthez und Lapeyronie. Vom Hof aus hat man einen guten Ausblick auf die Westseite der Kathedrale und den Anatomiehörsaal.
Ein unvergessliches Unterwassererlebnis hat dieses Aquarium zu bieten: In 15 Schaubereichen sieht der Besucher Strände und Lagunen aus allen Meeren der Welt vom Mittelmeer bis zum Polarkreis. Die Anlage beinhaltet zudem weitere Freizeiteinrichtungen wie ein Multiplexkino, eine Eisbahn, ein Planetarium und Themenrestaurants.
Montpellier ist im Vergleich zu anderen französischen Städten eine relativ junge Stadt. Die Geschichte Montpelliers beginnt erst nach der Antike. Erste Aufzeichnungen gehen ins Jahr 986 zurück, als die Stadt zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Der günstige Standort Montpelliers zwischen Katalonien und Italien machte die Stadt zu einem Handelszentrum. Auch die Nähe zum Hafen Lattes und der damit einhergehenden Anbindung ans Mittelmeer wirkte sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Menschen mit den unterschiedlichsten ethnischen Backgrounds wie Juden, Moslems und Protestanten siedelten sich an. Zudem kamen Goldschmiede, Tuchmacher und auch Kaufleute in die Stadt. Am 9. November 1202 starb Wilhelm VII und die so genannte Dynastie "Herren von Montpellier" endete.
Im Jahr 1204 heiratete Marie von Montpellier Peter II aus Aragon. Die Stadt wurde zum Besitz der Könige von Aragon. Die Stadt erhielt 1204 die Stadtrechte und konnte jedes Jahr zwölf Stadträte ernennen. 1220 diente die Via Domitia als Pilgerweg für die Reise nach Santiago de Compostella. Die Kirche Notre Dame- des- Tables wurde zu einem bedeutenden Ort für die Pilger. Neue Einrichtungen wie Hospitale und karitative Institutionen entstanden.
1220 entstand unter der Leitung von Stadtrat Conrad-Legat die medizinische Schule von Montpellier. 1289 wurde die medizinische Schule von Papst Nikolaus IV zur Universität erklärt. Die Studenten hatten jüdische, arabische und christliche Backgrounds, was für die Entwicklung der Universität sehr förderlich war und zu deren Fortschrittlichkeit beitrug. 1349 kämpften Jakob III von Mallorca und Peter IV von Aragón um die Eroberung von Mallorca. Dabei verkaufte Jakob III die Stadt an den französischen König Philipp VI, um genügend Geld für den bevorstehenden Kampf zu erwirtschaften. Montpellier war zu dieser Zeit sehr angesehen und galt als die zweitwichtigste französische Stadt nach Paris. Die Stadt wurde leider auch von den zahlreichen Seuchen des Mittelalters heimgesucht, bei der mehr als ein Drittel der Bevölkerung starb.
Um 1400 blühte die Stadt durch den neuen Hafen "Lattes" regelrecht auf. Auch der Kaufmann Jacques Coer begünstigte den wirtschaftlichen Aufschwung. In dieser Zeit entstand auch der botanische Garten Jardin des Plantes. 1598 flohen die Huganotten wegen den Huganottenkriegen in den Süden Frankreichs. 1693 wurde der Katholizismus als Staatsreligion festgelegt und die Huganotten flüchteten aus Frankreich. Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt war die Industrialisierung im 20sten Jahrhundert. Montpellier wurde zum Industriezentrum und wuchs durch die Einwanderung der Algerier stetig an. Im 21sten Jahrhundert entwickelte sich Montpellier schließlich zur internationalen Metropole, was vor allem auf den Bürgermeister Georges Frêche in den 70er Jahren zurückzuführen ist. Unter seiner Leitung änderte sich das Stadtbild.